Um Prozesse im Notfall schnell ausschalten zu können, werden Seilzugnotschalter eingesetzt. Ein wichtiges Kriterium für den Einsatz von Seilzugnotschaltern ist, dass diese ausschließlich bei Notfällen ausgelöst werden sollen und einen Seilbruch erkennen müssen.

Beim Einsatz im Außenbereich oder unter klimatisch anspruchsvollen Bedingungen kann es jedoch durch Temperatureinfluss zu ungewollten Auslösern kommen.

Die Firma Kiepe Elektrik hat daher Schaltsysteme entwickelt, die bei schwierigen klimatischen Gegebenheiten einsetzbar sind.

Auswahl des passenden Seilzugnotschalters

An erster Stelle steht die Wahl des geeigneten Gehäusematerials. Zur Verfügung stehen Aluminiumschalter für Standardapplikationen, Graugussschalter oder Kunststoffschalter mit Glasfaserverstärkung für korrosive Umgebungen.

Der bei Kiepe eingesetzte Kunststoff ist sehr robust, was folgender Test verdeutlicht: Lässt man eine Metallkugel auf das Material fallen, prallt diese ab. Das Plastik übersteht den Aufprall unbeschadet. Natürlich empfiehlt es sich nicht, diesen Test allzu oft zu wiederholen.

Im Unterschied zu einem Metallschalter entstehen keine Beulen, aber das Material kann ermüden und schließlich brechen.

Bei der Auswahl des Gehäuses kommt es daher auf die Belastung an, die der Schalter im Außenbereich aushalten muss. Belastungen entstehen nicht nur durch Stoß, sondern auch durch das Klima.

So funkt das Klima dazwischen

Die Reißleine besteht im Kern aus einem Drahtseil. Unterliegt das Drahtseil im Temperaturbereich starken Schwankungen, wird es sich längen oder kürzen.

Die Längenänderungen können mehrere Zentimeter betragen, abhängig von der gesamten Reißleineninstallationslänge.

Kompakte Seilzugnotschalter haben einen kurzen Bestätigungsweg von wenigen Millimetern. Die Auslösung des Schalters erfolgt durch Änderung des Weges.

Hat sich durch die Einwirkung starker Temperaturschwankungen, Gewitterstürmen oder ähnlichen Klimabedingungen die Reißleine verkürzt oder verlängert, wird dieser Schaltertyp durch diesen Effekt unerwünscht ausgelöst und die Anlage kann plötzlich stehenbleiben.

Der Schalter hat dann unvorhergesehen durch die Längenänderung der Reißleine ausgelöst. Im Sommer kommt es möglicherweise zu einem verfrühten Betriebsschluss durch „hitzefrei“ für die Anlagen.

Lange Reißleinenlängen vertragen sich mit diesen kompakten Schaltern nur dann, wenn nur geringe Temperaturänderungen zu erwarten sind.

Die Lösung bei extremen Temperaturschwankungen

Die Firma Kiepe Elektrik hat sich dieser Problematik angenommen und kraftgesteuerte Schalter entwickelt. Diese arbeiten mit einer zweiseitigen Reißleineninstallation.

Rechts und links befinden sich gleichlange Reißleinenlängen. So wirken sich Temperaturänderungen der Reißleine nicht auf den Schalter aus.

Bei dieser Konstruktion muss die Seilrisserkennung, die von der Norm vorgeschrieben ist, durch externe Federn sichergestellt werden. Der Schalter löst erst ab einer bestimmten Kraft auf der Reißleine aus.

Wenn das Gerät durch eine Betätigungskraft auslöst wird, ist der Schalter „geschaltet“. Daher ist der kraftgesteuerte Schalter problemlos in schwierigen Klimazonen einsetzbar, ohne dass „hitzefrei“ ausgelöst wird.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • unterschiedliche Gehäusematerialien beziehungsweise Schaltgeometrien für vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • kraftgesteuerte Schalter, die sich für den Einsatz unter klimatisch schwierigen Bedingungen eignen
  • Prozesssicherheit durch ein Schaltsystem, das nur im Notfall auslöst
  • Minimierung von Unterbrechungen in den Prozessabläufen
  • Zeit- und Kostenersparnis, da die Prozesse ungehindert weiterlaufen können

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Produkt-Webseite der Firma Kiepe Electric GmbH: www.kiepe-elektrik.com. Hier stehen Ihnen Ihre Ansprechpartner rund um das Thema Seilzugnotschalter sowie Sicherheits- und Überwachungsgeräte für Förderbandanlagen gern zur Verfügung.