Zement zu trocknen, erfordert einen hohen Einsatz an Energie. Um diesen Aufwand gering und kostengünstig zu halten, gibt es eine energiesparende Lösung. Und nicht nur das.

Mit dieser Methode können gleichzeitig vorhandene Ressourcen genutzt werden. Die Vorgehensweise möchten wir Ihnen anhand des folgenden Beispiels vorstellen:

Ideenfindung und Umsetzung

Die Firma Binder+Co konstruiert Anlagen für die Zementindustrie, die mit Hochofenschlacke arbeiten. Diese wird der Zementvermahlung zugesetzt.

Allerdings kommt die Hochofenschlacke sehr feucht aus den Stahlwerken. Sie muss also vor der Vermahlung erst getrocknet werden.

Hierfür dient ein Fließbetttrockner, der die Abwärme direkt aus den Prozessen des Zementwerkes nutzt. Damit werden zwei Ziele erreicht:

  1. Die Mahlbarkeit des Klinkers wird verbessert, die Leistung steigert sich.
  2. Die hierfür benötigte thermische Energie steht als Abwärme aus dem Zementwerk bereits zur Verfügung und muss nicht extern zugeführt werden.

Funktionsweise

In der Zementproduktion entstehen während des Herstellungsprozesses des Klinkers im Hochofen Temperaturen bis zu 1400 °C. Anschließend muss der Klinker gekühlt werden, bevor er zu Zement vermahlen wird.

Bei der Kühlung wird an mehreren Stellen Abwärme frei.

Die für das Zementwerk günstigste Abwärme, bei der andere Prozesse nicht gestört werden, ist das Ende des Klinkerkühlers. Hier steht Abwärme in Form von heißer Luft mit ca. 200 °C zur Verfügung.

Diese wird im Fließbetttrockner genutzt, um die Schlacke so weit wie möglich zu trocknen, bis sie eine sehr gute Mahlbarkeit aufweist. Dadurch wird in den Mühlen eine bessere Durchsatzleistung erreicht.

Herausforderung bei diesem Prozess

Die Abluft aus den Klinkerkühlern ist sehr staubbeladen. Der Klinkerstaub hat die unangenehme Eigenschaft zu kompaktieren, obwohl er sehr trocken ist.

Es kann also passieren, dass dadurch in den Trocknungsanlagen die Anströmböden von unten blockiert werden.

Zu diesem Zweck wurde extra einen spezieller Anströmboden konstruiert, der dieses Problem bereits für viele Kunden gelöst hat.

Nutzen und Fazit

Die Trocknung des Zementes über einen Fließbetttrockner ist deswegen besonders effektiv, weil die Abwärme aus den Hochöfen direkt genutzt werden kann. Sie entsteht während der Schmelzprozesse und ist unmittelbar verfügbar.

  • Effizienz- und Leistungssteigerung beim Trocknungsprozess mit vorhandener Abwärme aus den Hochöfen
  • Kostenersparnis, da kein zusätzlicher Energiebedarf notwendig ist
  • verbesserte Mahlbarkeit des Klinkers durch Einsatz des Fließbetttrockners
  • erhöhte Durchsatzleistung in den Mühlen
  • speziell konstruierte Anströmböden, die das Kompaktieren von Klinkerstaub verhindern

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu dieser innovativen, energiesparenden Trocknungsmethode in der Zementproduktion finden Sie auf der Website der Firma Binder+Co: www.binder-co.at. Dort stehen Ihnen die Ansprechpartner unter ihren Kontaktdaten für weitere Auskünfte und Lösungsvorschläge zur Verfügung.